Der Lebensbund
Unter dem Begriff Lebensbund verstehen wir eine Gemeinschaft aus Jung und Alt, welche gemeinsam Jugendarbeit fördert aber auch voneinander lernen kann. In dieser Form sind wir besonders und auch einzigartig. Auch wer mit Mitte 40 noch beschließt einen Beitrag in unserem Bund leisten zu wollen kann Teil der Gemeinschaft des Grauen Reiters werden. Im Lebensbund findet jeder seinen Platz.
Die Kluft
Als Mitglied des Grauen Reiters bist du berechtigt unsere Kluft zu tragen, sie besteht aus dem Grauhemd mit der Gerspitze auf dem linken Oberarm (dem Zeichen des Bundes) und einer Jungenschaftsjacke für die kälteren Tage. Zusätzlich wird durch Bewährung in der Gemeinschaft das Halstuch traditionsgemäß in feierlichem Rahmen verliehen. Dabei wird das Pfadfinderversprechen abgelegt welches die Einhaltung der Pfadfindergesetze beinhaltet. Die Kluft bedeutet für uns die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft aber auch eine Art der Abgrenzung zum Alltag, den wir auf unseren Aktionen bewusst entschleunigen aber auch auf eine Art und Weise entfliehen möchten.
Das Pfadfinderversprechen:
"Auf meine Ehre verspreche ich,
dass ich mein Bestes tun werde,
den Menschen zu helfen,
der Heimat zu dienen,
und den Pfadfindergesetzen Folge zu leisten."
Die Pfadfindergesetze:
- Auf die Ehre eines Pfadfinders kann man unerschütterlich bauen.
- Der Pfadfinder ist treu und zuverlässig.
- Der Pfadfinder ist hilfsbereit
- Der Pfadfinder ist Bruder aller Pfadfinder und Freund aller Menschen.
- Der Pfadfinder ist duldsam und ritterlich.
- Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.
- Der Pfadfinder weiß sich einzuordnen.
- Der Pfadfinder ist immer frohen Mutes.
- Der Pfadfinder ist einfach uns sparsam.
- Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Wort und Taten.
Das Zentrale Element unseres Pfadfinderdaseins ist das Lager. Von 10 bis mehreren Hundert Teilnehmern ist hierbei alles möglich. Normalerweise befinden wir uns hierbei auf Jugendzeltplätzen in ganz Deutschland, teilweise aber auch auf unserer Burg, wenn es draußen zu kalt wird. Bunte Plastikzelte sind bei uns tabu: Stattdessen nutzen wir Schwarzzelte aus festem Baumwollstoff, welche unterteilt sind in Jurte (Aufenthaltszelt) und Kothe (Schlafzelt).
Das wichtigste Treffen im Jahr ist das Bundeslager, welches über das verlängerte Pfingstwochenende stattfindet und immer unter einem bestimmten Thema steht (z.B. 20er Jahre, Wikinger, …). Es wird immer abwechselnd von verschiedenen Stämmen für den ganzen Bund organisiert, wobei der Aufbau immer ähnlich ist:
- Es werden thematisch passende Werkgilden mitgebracht an denen jeder teilnehmen kann
- Ein großes Geländespiel für alle Teilnehmer
- Bunter Abend / Singewettstreit
Daneben gibt es natürlich auch viel Freizeit und Abende die zum gemeinsamen Singen und Feiern genutzt werden.
Des Weiteren finden übers Jahr verteilt viele kleine Lager statt wie das von uns ausgerichtet Fahrteneröffnungslager bei der Burgruine in Wellheim.
Die Fahrt
Was wären wir denn für Pfadfinder, wenn wir nicht zusammen Wandern gehen würden, denn unsere größten Abenteuer erleben wir auf Fahrt. Dabei reisen wir zusammen als Gruppe nur mit Rucksack bepackt durch ferne Länder oder erkunden Deutschlands entlegenste Winkel. Nach einem anstrengenden Tag auf den Beinen suchen wir uns ein Nachtlager, an dem wir zusammen kochen, die Kohte aufstellen und uns für den Nächsten Tag ausruhen können. Über die Jahre haben wir viele Länder bereist wie du auf unserer Weltkarte erkennen kannst.
Die Musik

Am liebsten verbringen wir unsere Zeit damit zusammen zu musizieren. Ob am Abend am Lagerfeuer, auf einer langen Zugfahrt oder während dem Wandern, die Klampfe ist immer zur Hand. Dank zahlreichem Bündischen Liedgut, das aus einfachen Rhythmen und einprägsamen Texten besteht, kann auch jeder von jung bis alt mitsingen. Auf jedem Lager klingt dann unser Bundeslied über den Platz, es wird zu feierlichen Anlässen oder auch einfach zur Verabschiedung gesungen und verbindet uns alle.